Wilhelm MICKE, Patronen für Hilfs- und Beutehandfeuerwaffen in der Deutschen Wehrmacht 1939 bis 1945

Format A4, hart gebunden, 416 Seiten, mehrere tausend meist farbige Munitionsfotos, Faksimiles von Originaldokumenten sowie historischen Fotos. Eigenverlag der Patronensammlervereinigung e.V., Wiesbaden 2014. Preis € 60,--

Mit diesem Werk von Willi MICKE hat die Patronensammlervereinigung e.V. nunmehr ihre Buchserie über die deutsche militärische Standard-Gewehrpatrone von 1871 bis 1945 vorläufig abgeschlossen. Das neu vorliegende Werk enthält wie sein Pedant für den Ersten Weltkrieg und die Zwischenkriegszeit desselben Verfassers („Patronen für Hilfs- und Beutehandfeuerwaffen des Zeitraums 1914 bis 1938“ - 2011) auch Pistolen- und Revolverpatronen, während die drei Bände über die originären deutschen Infanteriepatronen („Die Munition zum Mausergewehr M71“ - 2005, „Von der Patrone 88 zur Patrone S“ – 2008 und „Die Patrone 7,9 mm der Deutschen Wehrmacht 1930 – 1945“ - 2010) i.d.R. lediglich Gewehrpatronen enthalten.

Das neue Werk hatte bereits einen Vorgänger vom selben Autor: „Beutepatronen und Patronen für Beutewaffen in der Deutschen Wehrmacht“, erschienen 1999. Wie der Titel „Patrone 7,9 mm“ ist es bereits vergriffen. Es hatte lediglich 146 Seiten, man kann also aufgrund der Verdreifachung des Umfangs die immense Arbeit erahnen, die sich Willi MICKE angetan hat.

Inhaltlich besteht die Neuerscheinung aus einer ausführlichen Einleitung, in der der Verfasser Grundlagen anbietet und in der bereits – wie im restlichen Werk – auch der Waffeninteressent nicht zu kurz kommt: Die wichtigsten Lang- und Kurzwaffen für die behandelte Munition werden erwähnt und gezeigt, meist handelt es sich bei den ausländischen Modellen dabei um Fertigungen für Deutschland aus dem Zweiten Weltkrieg mit Abnahmestempel des Heeres-Waffenamtes. Neben der folgenden detaillierten Behandlung der Munition an sich (nach Ländern) mit unzähligen hochqualitativen Farbaufnahmen von Realstücken (Patronen, Bodenstempel, Packungen usw.) enthält das neue Buch u.a. eine Liste aller darin erwähnten Patronenhersteller sowie eine der Munitionsanstalten der Wehrmacht, die mit Beutemunition zu tun hatten. In den Länderkapiteln der besetzten bzw. Feindstaaten spielen die Tschechoslowakei (CSR) mit 50 Seiten sowie Frankreich und Polen mit je 37 Seiten naturgemäß die umfangreichsten Rollen. Aber auch das Deutsche Reich selbst ist neben Österreich und den verbündeten bzw. befreundeten Ländern Ungarn und Spanien vertreten. Dabei sind bei Deutschland auch die wichtigsten Pistolenkaliber aufgeführt, die bei den restlichen Ländern neben Gewehrpatronen ausführlich behandelt werden. Für das Kaliber 7,9 x 57 stellt das Gesamtwerk nahezu eine Enzyklopädie der europäischen Militärmunition in diesem Kaliber dar, da neben Deutschland in zwei Büchern der Reihe im nunmehr vorliegenden die wichtigsten sonstigen Nutzer (CSR, Polen), aber auch kleinere Nutzer (z.B. Jugoslawien, Griechenland) ausführlich behandelt werden.

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