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Von der Patrone 88 zur Patrone S

Die deutsche Infanteriepatrone 7,9 mm - 1888 bis 1930

Format DIN A4, Paperback, 196 Seiten, mehrere hundert Farb- und Schwarzweiß-Abbildungen. Zahlreiche Faksimiles und Tabellen, Patronensammlervereinigung e.V., Wiesbaden 2008. Preis € 30,--

Hinter  den  Patronenbezeichnungen  des  Titels  verbirgt  sich  nichts  anderes  als  das  Kaliber
7,92 x 57, das zivil als 8 x 57 J und 8 x 57 JS bezeichnet wird. Es handelt sich um die erste randlose und somit moderne Militär-Gewehrpatrone der Waffengeschichte, die im Laufe der dem Einführungsjahr 1888 folgenden Jahrzehnte als Basis für Dutzende Neuentwicklungen für Militär- und Jagdpatronen diente. Dieses Kaliber war und ist - noch immer - nicht nur in vielen Staaten militärisch eingeführt, sondern wird weltweit wegen seiner universalen Eigenschaften von Waidmännern sehr geschätzt – in letzter Zeit wieder mehr als noch vor ein paar Jahren. In seiner Variante als S-Kaliber war es nicht zuletzt Standardpatrone der deutschen Streitkräfte in beiden Weltkriegen. Dabei steht das „S“ für das 1903 eingeführte Spitzgeschoss, das einen um etwa 0,15 mm größeren Durchmesser hatte und aus „S-Läufen“ verschossen wurde, die im Kaliber entsprechend weiter waren. Das Verschießen aus alten, engeren Läufen war wegen Gasdrucksteigerung nicht ungefährlich, deshalb der bekannte Warnhinweis auf gewissen Patronenpackungen des Kalibers 8 x 57 JS. 

Das vorliegende Werk: Bei den vier Autoren handelt es sich um prominente Mitglieder der Patronensammlervereinigung e.V., der deutschen Sprachgruppe der European Cartridge Research Association (ECRA). Allesamt Spezialisten auf dem vorliegenden Gebiet, haben sie mit ihrem gemeinsam verfassten Buch das Standardwerk zum Thema geschaffen. Detailliert wird auf die technische Entwicklung und den historischen Hintergrund eingegangen. An Abbildungen werden erstklassige Fotos von Realstücken (Patronen, Bodenstempel, Packungen usw.) aus den bedeutendsten Patronensammlungen, Originalfotos, Faksimiles von Originalquellen usw. angeboten. Bei der Masse der historischen Fotos handelt es sich um solche von Soldaten, die Waffen im Kal. 8 x 57 führen, wodurch das Werk ungemein aufgelockert und auch für den Waffen- und Militärliebhaber im Allgemeinen interessant wird – für Patronensammler und andere an Munition interessierte ist es sowieso ein Muss…

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