Dieses Unternehmensmuseum zur Dokumentation der Firmengeschichte der Hirtenberger AG ab 1860 mit dem Schwergewicht „Produktion von Munition für Handfeuerwaffen“ wurde am 11. Juni 2010 anlässlich der firmeninternen Feierlichkeiten „150 Jahre Hirtenberger AG“ eröffnet. Gleichzeitig wurde eine entsprechende Festschrift herausgegeben.

Das HP-Museum ist im Gebäude der ehemaligen Versuchsschießstätte der Hirtenberger Patronenfabrik untergebracht und besteht aus

-  einer historische Bildergalerie,
-  zwei Schauräumen „industrielle Fertigung“ mit HP-Museumskino,
-  zwei Schauräumen „Realstücksammlung“ und
-  einem Museumsshop.

Beim HP-Museum handelt es sich um ein firmeninternes Unternehmensmuseum der Hirtenberger AG, welches der Öffentlichkeit nur beschränkt zugänglich ist.

 

Besichtigungen

Eine Besichtigung ist nur im Rahmen einer Führung und gegen Terminvereinbarung mit dem Museumskurator, Mag. Josef MÖTZ, möglich - vorzugsweise per eMail:

HP-Museum@waffenbuecher.com

Der Eintritt ist frei, freiwillige Spenden sind willkommen. Die Führung beinhaltet auch die Videovorführung zweier historischer Werbefilme im HP-Museumskino und dauert je nach Interesse und Zusammensetzung des Publikums mindestens 60 Minuten und maximal 3 Stunden. Die maximale Gruppengröße für Führungen beträgt aus Platz- und Sicherheitsgründen 15 Personen. Überschreitet die Anzahl der Besucher diese Größe, wird mit der Gruppe ein Stationsbetrieb (Wechselmöglichkeit) organisiert.

Die zahlreichen Heurigenlokale in der Nähe (z.B. Weinorte Leobersdorf oder Sooss) bieten sich für einen geselligen Ausklang des Museumsbesuches an. Der Museumskurator kann gute Heurige empfehlen und eine Reservierung für Sie vornehmen.

 

Sicherheitsauflagen

Im Werk Hirtenberg der Hirtenberger AG herrschen strenge Sicherheitsbestimmungen, ähnlich wie in militärischen Liegenschaften. Neben einem absoluten Rauch- und Haustierverbot am gesamten Gelände sind aus Versicherungsgründen sämtliche Besucher mit Namen und Adresse in einer Liste zu erfassen. Diese Besucherliste wird dem Organisator der zu führenden Gruppe zur einfacheren Abwicklung zeitgerecht zugesandt, so dass sie z.B. bei der Anfahrt ausgefüllt werden kann. Die Bewegung von firmenfremden Besuchern im streng abgesicherten Werksgelände ist nur unter Begleitung möglich.

 

Anfahrt

 

 

Das HP-Museum liegt im Werk Hirtenberg (oben A) der Hirtenberger AG in

A-2552 Hirtenberg
Leobersdorferstraße 31-33

Tel. +43(0)2256 81184-0 (Portier)

www.hirtenberger.at

Hirtenberg ist eine niederösterreichische Marktgemeinde zwischen Baden bei Wien und Wr. Neustadt, etwa 30 km südlich von Wien gelegen. Erreichbar über die A2 (Südautobahn), Abfahrt Leobersdorf. Weitergeht es rechts auf der B18 Richtung Hainfeld / Berndorf, nach ca. 1,7 km ist die Werkseinfahrt rechts. Parkmöglichkeit am Gästeparkplatz beim Portierhaus. Hier werden Sie bei angemeldeten Besuchen vom Museumskurator empfangen.

 

Der Museumsshop

Im Shop erhalten Sie Fachliteratur des Selbstverlages Mag. MÖTZ sowie der Patronensammlervereinigung e.V. zu munitions- und waffenkundlichen Themen sowie die Festschrift „Hirtenberger AG – Die ersten 150 Jahre“.

 

HP - Museum                 Schau’n Sie sich das an! Einblick in's Museum...

- Zeitgeschichte / Industriegeschichte
- Munitionstechnik / Waffentechnik
- Fertigungstechnik / Qualitätskontrolle
- Modell-Verbrennungsmotore
- Arbeitswelt von Angestellten und
  Arbeitern in der Munitionsindustrie
- und vieles mehr…  

 

Die Unternehmensgeschichte

1860 gründete der eingewanderte Schwabe Serafin Keller in Hirtenberg eine kleine metallverarbeitende Werkstätte. Aus dieser Urzelle ist in eineinhalb Jahrhunderten die heutige Hirtenberger AG entstanden, ein Konzern mit mehreren hundert Mitarbeitern, der in mannigfachen industriellen Geschäftsbereichen erfolgreich tätig ist und in alle Welt exportiert. Die Unternehmensgeschichte der Hirtenberger AG spiegelt nicht nur ihre eigene Entwicklung, sondern auch die Hirtenbergs, Niederösterreichs, Österreichs, ja Europas wider. Wirtschaftliche Höhen und Tiefen, Kriege und politische Skandale (so etwa die Hirtenberger Waffenaffäre in den 1930er- und die Noricum-Affäre in den 1980er-Jahren) waren nicht nur für die Hirtenberg AG, ihre Mitarbeiter, ihr Management und ihre Eigentümer, sondern auch für Österreich, seine Bevölkerung und seine Politik einschneidende Ereignisse. Für die Bewohner der niederösterreichischen Thermenregion und insbesondere Hirtenbergs bedeutete sie aber über viele Jahre Beschäftigung in Zeiten von wirtschaftlichen Krisen und Arbeitslosigkeit. Und nicht zuletzt verdankt Hirtenberg seine selbständige Existenz als Gemeinde diesem Unternehmen…